Gerhard Brüning (Pfarrer)

Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945) - Sein Leben und Denken
Ein Gemeindeseminar in 3 oder 4 Teilen
Dietrich Bonhoeffer – ein international geachteter Theologe, Widerstandskämpfer im 3. Reich, evangelischer Märtyrer; von einer Minderheit bis heute als „Vaterlandsverräter“ geschmäht; in der kirchlichen Diskussion heute von unterschiedlichen Seiten als theologischer Kronzeuge in Anspruch genommen. Wer war dieser Mann?
In diesem Seminar wollen wir Dietrich Bonhoeffer kennenlernen, seinen Lebensweg und seine Entwicklung vor dem Hintergrund einer dramatischen Geschichte. Aber Bonhoeffers Weg ist nicht zu verstehen, ohne Einblick in sein Denken zu nehmen.
Während der erste Abend anhand von Vortrag und Bildern Bonhoeffers Lebensweg nachzeichnet, widmen sich die nächsten zwei Abende seiner Theologie. Am zweiten Abend lesen und besprechen wir gemeinsam ein Stück aus seinem Buch „Nachfolge“. Am dritten Abend beschäftigen wir uns mit Bonhoeffers Gedanken über eine glaubwürdige Verkündigung des Evangeliums angesichts der Glaubenslosigkeit der Welt. Auch lernen wir seine Gedanken für eine Kirche der Zukunft kennen.
Der vierte Abend fasst alles zusammen in dem großartigen und spannenden Spielfilm „Bonhoeffer – die letzte Stufe“ von Eric Till (Deutschland, Kanada, USA 2000) mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle.
Es ist sinnvoll, alle vier Abende zu besuchen; dennoch ist jeder Abend ein in sich abgeschlossenes Ganzes.

 „Der Myers-Briggs-Typenindikator als Hilfe zur Selbsterkenntnis“ (MBTI)
Ich bin lizenzierter MBTI-Berater. Der MBTI ist ein in Personalabteilungen der Industrie gut bekannter Typenindikator. Er fragt im Wesentlichen nach 2 Dingen: Nimmt ein Mensch die Wirklichkeit bevorzugt über seine 5 Sinne oder über seine Intuition wahr? Trifft er seine Entscheidungen eher analytisch oder eher gefühlsmäßig? Außerdem fragt der MBTI noch danach, ob ein Mensch eher extro- oder eher introvertiert ist und ob er eher seine beurteilende oder eher seine wahrnehmende Seite nach außen zeigt. So kommt der MBTI zu insgesamt 16 Typen. Wenn man von (guten, und der MBTI ist eine gute) Typologien nicht mehr erwartet, als was sie zu leisten vermögen, können sie hilfreich zur Selbsteinschätzung sein.

Neues Testament und Judentum
Ich lasse mich auch gern zu diesem aktuellen Themenfeld einladen.

Die christliche Initiative für Indien e. V.
Als Gründungs- und Vorstandsmitglied kann ich über die Arbeit dieses Vereins und seine indischen Partnergemeinden berichten.

Vortrag über Karl Barth
Der Evangelische Kirchenvater des 20. Jahrhunderts
Karl Barth (1886 - 1968) gilt als der "evangelische Kirchenvater des 20. Jahrhunderts". Auch wer solch einer Einschätzung kritisch gegenüber steht, muss doch zugeben, dass Barth der produktivste und einflussreichste Theologe seiner Zeit war.
Der leidenschaftliche Pfeifenraucher und Mozart-Liebhaber wurde als junger Pfarrer mit einem Kommentar zum Römerbrief schlagartig berühmt. Der sozial engagierte Pfarrer stellte fest, dass ihm seine theologische Ausbildung nur wenig half, wenn es darum ging, in seinen Predigten den Menschen wirklich Hilfreiches zu sagen. Als Begründer der sog. "dialektischen Theologie" übte er grundsätzliche Kritik an der theologischen Entwicklung der Kirchengeschichte. Sein radikales Suchen und Fragen, aber auch die Antworten, die er bei seinem Bibelstudium fand, ermöglichten es, dass er im 3. Reich einer der wichtigsten Theologen der Bekennenden Kirche wurde.
Berühmt wurde er endgültig mit seinem theologischen Lebenswerk, der "Kirchlichen Dogmatik". Immer mehr wurde er zum Theologen der unbeschreiblich großen Gnade Gottes. Der stets streitbare und zugleich sehr humorvolle Theologe hat auch in unserer Zeit viel zu sagen.
Der Abend über Karl Barth soll Einblick in sein Denken und in seine Zeit geben.

Ein Seminar über die vier Evangelien in ihrer Unterschiedlichkeit und ihren Gemeinsamkeiten (4 Abende).

Ein Vortrag zum Thema „Zerstört die historisch-kritische Methode den Glauben?“
Das Wort sie lassen stahn! oder „Zerstört die Bibelwissenschaft den Glauben?“
Der Streit um die rechte Auslegung der Bibel ist älter als viele meinen, aber immer wurde er mit großer Heftigkeit geführt. Ist der Graben zwischen „gläubigen“ Christen und „modernen“ Theologen unüberbrückbar? Worum geht es beiden Seiten und lassen sich Wege der Verständigung finden? Angesichts der Krise und des Gestaltwandels unserer Kirche ein brisantes Thema!